Ich bin Vermessen

Am Freitag war es so weit. Punkt 9 Uhr stand ich vor dem Sanitätsfachgeschäft um mich bzw. meine Beine vermessen zu lassen.

Ich legte dem Mann hinter dem Tresen das Rezept vor und erklärte ihm, dass ich eine Kompressionsstrumpfhose bekommen sollte. „Ist das ihre Erste?“ Ohgott sieht man das? Ich nickte. „Ja.“ Er bat mich in einer der beiden Umkleidekabinen auf die Kollegin zu warten.

Etwa 10 Minuten später kam eine junge Dame in meinem Alter und mit meiner Figur. Nach und nach erklärte sie mir was ich zu machen hatte während sie jeden Zentimeter meiner Beine mit dem Maßband in Zahlen verwandelte und zu Papier brachte. Während sie sich Bein für Bein voran arbeitete, gab sie mir viele grundlegende Informationen und beantwortete geduldig meine Fragen.

Anfangs sollte ich sie erst einmal nur ganz normal tagsüber tragen um mich daran zu gewöhnen. Wenn ich dann damit zurechtkommen sollte, würde mir mein Arzt im Mai noch eine 2. Strumpfhose verschreiben und dann sollte ich sie auch zum Sport anziehen (Das wird im Sommer sicher toll…)

Anschließend verglich sie die ermittelten Werte mit einer Tabelle um meine Größe zu ermitteln. Leider liegt der Umfang meiner Oberschenkel sehr nah am oberen Limit, weshalb sie noch einmal Rücksprache mit dem Lieferanten halten wollte. Schließlich müsste so eine Kompressionsstrumpfhose 6 Monate halten und da wollte sie sichergehen, dass dies dann auch der Fall sein würde. Falls nicht würde ich eine Maßanfertigung bekommen, die dann bei der Zuzahlung 14 Euro mehr kosten würde. (Ich konnte aber auch aus viele Farben wählen und ob mit oder ohne Zehen und und und).

Wenn alles klappt kommt sie nächsten Donnerstag. Als ich ganz lieb fragte, ob sie mir wohl zeigen würde, wie man in diese Strumpfhosen richtig hineinkommen würde nickte sie sofort. Das gehöre bei Ihnen zum Service. Nächsten Freitag wird mir also wahrscheinlich gezeigt, wie ich mich richtig anziehe. Um eine gute Freundin zu zitieren „Ab 25 beginnt der Verfall.“

Aber ganz ehrlich: Wenn ich mich dadurch besser fühle bzw. sich meine Beine nicht mehr anfühlen wie Betonklötze ist es das Wert.

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Diagnose „Nicht zu doof“

Seit 16 Jahren beobachte ich, dass meine Oberschenkel trotz täglichem Sport und gesunder Ernährung immer dicker werden (und nicht nur weil da weiß Gott riesige Muskeln drunter wären). Ich bekam ständig blaue Flecken, die Haut war kalt und die Beine fühlten sich schwer an und als hätte ich leichten Dauer-Muskelkater. Jahrelang dacht ich „Ich bin halt so. Doof, is aber so.“

Das ich als Jugendliche immer gehänselt wurde wegen meiner Stampfer führte dazu, dass ich seit 16 Jahren selbst bei 40 Grad im Sommer nur in langen Hosen anzutreffen bin.

Mein Freund und meine Mutter machten mir jetzt allerdings Mut meinen Hausarzt doch einmal darauf anzusprechen, da er sonst ja auch bisher immer ein offenes Ohr für alle Sorgen hatte. Also nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und zeigte ihm meine Beine und erzählte ihm die ganze Story. Er sah sich alles genau an, machte diverse Drucktests und empfahl mich mit einer Überweisung an einen Spezialisten, da er fand meine Beine wären in der Tat sehr geschwollen.

Als ich beim Spezialisten anrief wurde mir allerdings gesagt, dass man mit dieser Verdachtsdiagnose keine Patienten mehr annahm. Da würden im Moment zu viele kommen. Na prima.

Also konsultierte ich noch einmal die guten Feen im Vorzimmer meines Hausarztes und die nannten mir einen weiteren Arzt in der Umgebung, bei dem ich sogar schon Patientin war.

Also dort angerufen und die Lage kurz geschildert. In einer Woche sollte ich am Donnerstag um 08:20 Uhr vorbeikommen.

Und auch der Spezial-Doc nahm sich viel Zeit, hörte sich meinen Bericht an und stellte mir einige Fragen. Dann wurde ich gründlich ge-ultraschallt.

Erst einmal prüfte er meine Venen um sicherzugehen, dass es zwischen Hüfte und Zehen keine Verschlüsse oder Verengungen gab – Da gab es schon einmal Entwarnung. Alle Venen waren in bester Verfassung.

Dann scannte er meine Oberschenkel ab um die Dicke des Unterhautfettgewebes zu messen. Eine Dicke von 0,6cm wäre völlig normal. Meine Schicht betrug allerdings 1,5cm.

Diagnose: Leichte Veranlagung zum Lipödem.

Oder auf Deutsch „Frau Messerschaf, sie sind nicht zu doof zum Abnehmen. Das ist eine Erkrankung und hat nichts damit zu tun, dass sie zu wenig Sport machen oder zu viel Essen“

(DANKE! Zumindest diesbezüglich fiel nun nach 16 Jahren ein gewaltiger Stein von meiner Seele)

1.Behandlungsstufe: Kompressionsstrümpfe oder –Strumpfhosen (Da ich mit halterlosen Strümpfen allerdings aussehe, wie die Frau vom Michelin-Männchen, entschied ich mich für die Strumpfhosen-Variante.)

Im Mai würden wir uns wiedersehen und besprechen, wie ich damit zurechtkam und weitere Schritte besprechen.

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Perfektes Timing

Nachdem meinem Arzt beim letzten TÜV Mitta Januar aufgefallen ist, dass ich seit 10 Jahren keinerlei Impfung nachweisen kann, bin ich jetzt 4 Wochen lang jeden Freitag zum Pieksen verabredet.

(Ich muss übrigens anfangen zu Husten und dann kommt der Pieks)

Letzten Freitag war Tetanus dran. Und was soll ich sagen? Sonntag beim Umzug sprang mir direkt ein Spreisel in die Hand 😦

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Standesgemäß

Ich habe nun erfahren, dass ich meinen / unseren neuen überdachten Balkon schmählich beleidigt habe, in dem ich ihn „Winter-Balkon“ genannt habe.

Er möchte lieber Logia genannt werden. So dann, der Herr. Dann residiere ich eben künftig mit dem Kaffee morgens in der Logia (hört sich gleich viel nobler an).

Balkon Wintergarten

So und wenn nächstes Jahr das Geld stimmt, dann steht da in 12 Monaten eine Hollywoodschaukel 🙂

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Hektische Zeiten

Nach langer Abwesenheit (ich bin eben echt erschrocken, wie lange ich hier nichts geschrieben habe) bin ich nun wieder da.

Nicht, dass es nichts z berichten gäbe – Nein, es gibt sogar sehr viel. Es war nur leider beruflich so hektisch, dass ich keine freie Minute hatte irgendetwas zu Papier bzw. Blog zu bringen.

Das hole ich nun die nächsten Tage nach und habe dann endlich auch Zeit zu lesen, was sich bei euch so getan hat 🙂

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Erste Bewohner

Da am Samstag gutes Wetter war und der Vermieter uns das OK gegeben hat, haben wir am Abend unsre beiden Motorräder bereits zur neuen Wohnung gebracht, wo sie nun sehr stilvoll in einer alten aber soliden Scheune in den Winterschlaf fallen können.

Da kuscheln sie, Bonnie und Road King:

Bonnie und RoadKing_1 Bonnie und RoadKing_zugedeckt_1

Warm verpackt für kalte Tage.

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Ein Zuhause für Messerschaf

Ruhig war es hier die letzten Wochen.

Nachdem wir in der jetzigen Wohnung in 4 1/2 Jahren bereits 4 Wasserschäden hatten und ich nun auch bei meinem Arbeitgeber fest übernommen werde, haben wir uns letztes Jahr bereits auf die Suche nach einer neuen Wohnung gemacht.

In der Umgebung sollte sie sein, Möglichkeit für einen Trainingsraum bieten und nicht all zu teuer sein.

Während unserer Suche meldete sich ein Freund von uns. Sein Bruder würde gerade ein Haus umbauen und die Wohnungen wolle er dann vermieten. Wenig später besahen wir die Dachwohnung und meldeten unser Interesse an. Der Umbau würde noch ca 9 Monate dauern und die Wohnung wäre nun für uns reserviert. Prima.

Vor einigen Wochen kam dann ein Anruf, dass sich der Ausbau der Dachwohnung wegen bürokratischen Spielereien im Bauamt verzögern würde, ob wir uns nicht die Wohnung im 1. OG ansehen wollten. Die Familie, die dort hätte einziehen sollen käme für ihn nach neuen Informationen nicht mehr in Frage.

Mein erster Gedanke „Liegt die mit ihren 110 qm überhaupt in unsrem Budget?“ Einen Tag später fuhren wir zur Besichtigung und waren begeistert… alles neu… hell…wunderschön mit Blick auf die Felder und sogar einem Balkon-Wintergarten.

Balkon Wintergarten

Der Balkon-Wintergarten (oder wie nennt man das?)

Blick aus dem Wohnzuimmer

Blick aus dem Wohnzimmerfenster

Dann fragte er uns, ob wir Interesse an einem Garten hätten und ich wurde hellhörig. Direkt am Haus würde ein kleiner angrenzen, aber er meinte den größeren direkt neben dem Haus… Ich sah das Fleckchen wilden Grüns und war sofort verliebt.

Garten_1

Endlich – mein eigener Garten

Unsre Herzen klopften… In Gedanken baute mein Freund bereits den Grill während ich schon die Gemüsebeete anlegte.

Dann kam der Preis… Für die Größe und die Umgebung mehr als fair (Recherchen im Internet ergaben, dass in dieser Größe im Umkreis für diesen Preis nichts zu bekommen ist). Wir sollten es uns überlegen, ein paar Nächte schlafen und dann Bescheid geben, aber wir sollen uns nicht hetzen.

Daheim hieß es nun genau durchrechnen. Wo unser Warmpreis lag, wäre nun der Mietpreis kalt. Ich hörte mich noch bei Freunden um, durchforstete das Internet um die Nebenkosten einschätzen zu können und wir rechneten bis die Köpfe qualmten.

FAZIT: Das ist machbar.

Einige Tage später riefen wir den Vermieter an und sagten zu. Wieder einige Tage danach trafen wir uns noch einmal und ließen uns noch einige Fragen beantworten. Am 22.10. ging die Kündigung an unseren jetzigen Vermieter raus und am 01.02.16 können wir offiziell einziehen.

Den Schlüssel haben wir allerdings bereits, so dass wir nun 3 Monate Zeit haben um nach und nach bereits alles umzuziehen, so dass Ende Januar nur ein Tag bleibt an dem die Schränke und Großmöbel umgezogen werden müssen.

Wir fiebern jetzt dem Umzugstermin entgegen. Während mein Freund im Kopf bereits den Grill plant, entwerfe ich meine Gemüsebeete.

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Auf Entdeckungsreise im Umkreis – Mannheim

Wir machen von meiner Firma 2 Mal im Jahr einen Wandertag. Dieses Jahr fand stand einer klassischen Herbstwanderung eine Stadtführung in Mannheim an. Wir arbeiten dort zwar, aber kennen tun die Stadt die Wenigsten von uns.

Wir erwischten einen wundervollen Samstag und die Stadtführerin zeigte uns Mannheim über 2 Stunden von einer Seite, die uns fremd war. Ich habe hier ein paar Eindrücke für Euch zusammengetragen:

Am Wasserturm

Am Wasserturm

Wasserturm

Wasserturm

Wasserturm 2

und weil er so schön still hält noch einmal

Mannheim Wasserturm Panorama

Mein Stümperhaft selbstgebasteltes Panorama: Mannheim Rosengarten + Wasserturm

Brunnen Paradeplatz

Paradeplatz mit Brunnen

Als man im zweiten Weltkrieg alles Metall eingezogen hat um Waffen und Munition daraus zu fertigen, haben die Bürger Mannheims den Brunnen zerteilt und diese Teile unter Lebensgefahr bei sich zu Hause versteckt.

 

Kirche

Kirche, deren Name ich vergessen habe 😦

Schloss

Das Schloss

Leider konnte ich mir all die interessanten Fakten nicht merken und laufen, fotografieren und mitschreiben ging nicht 😦

Wo Mannheim heute ist war früher Sumpf. Nur da, wo heute das Schloss steht, gab es früher eine Festung. Das Wort Mannheim leitet sich nicht von Mann ab, sondern hat seinen Ursprung laut Führerin im Wort „Mönch“, weil hier damals auch ein Kloster war. (=Mönchheim).

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Der Leberkäse ist keine bayrische Erfindung, sondern kommt aus Mannheim (Ich freu mich jetzt schon auf Widerspruch der Bayern)
  • Eine der teuersten Prozellan-Manufakturen befand sich im Umkreis von Mannheim. Nämlich Frankenthaler Porzellan

Vielleicht hat ja jetzt jemand Lust mehr zu erfahren.

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Wortschatzerweiterung

Ein Kollege kam mit einem Problem zu mir und ich hing mich zu dessen Lösung ans Telefon. 15 Minuten später war alles gelöst und es konnte weiter gearbeitet werden.

Der Kollege ruft mich noch einmal an und meint „Ich wollt mich noch einmal für deinen Workaround bedanken.“

Für meinen was?

Früher hätte man gesagt „Danke für die Hilfe.“ , „Danke für die schnelle Problemlösung“ etc.

Heute heißt das „Workaround. Na dann.

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3, 2, 1 – Meins

Ich hab den Job 🙂

Kurzmitteilung | Veröffentlicht am von | Verschlagwortet mit , | 5 Kommentare