Die ersten Schritte bzw. Spatenstiche

Das Wetter schien zu halten, also schloss ich um 15 Uhr die Bürotür hinter mir und sauste zum nächsten Baumarkt. Schnell 3 Kletterpflanzen, Hasendraht, einen Besen und diverse Samen gekauft und ab nach Hause in die Arbeitsklamotten.

Mit allerlei Werkzeug bewaffnet marschierten mein Freund und ich in unseren Grünstreifen und begannen die Brennnessel zu entfernen, wo später die Beete entstehen sollten. Nach einigen Minuten kam noch der Vermieter dazu und gab einige Tipps aus seiner Erfahrung als Großbauer. Mit seiner Hilfe fiel auch der erste Ast unsres Walnussbaums der Säge zum Opfer, da dieser zu weit in die Beete ragen würde.

Er fragte uns, ob wir auch Hühner halten wollten und wir eröffneten ihm, dass wir das durchaus in Betracht ziehen in naher Zukunft. Seine Freundin würde nämlich auch gerne Hühner haben und er könne ja selbst schlachten… da könnte man sich ja zusammentun. Da das Grundstück hinter unsrem Garten auch ihm gehört und der Pächter am Ende des Monats gegangen war, würde sich dieses Fleckchen perfekt für Stall und Auslauf eignen. Wir begutachteten alles, sponnen noch ein bisschen rum und beschlossen an dem Vorhaben festzuhalten. Ein paar Masthühner, ein paar Eierlieferanten, die dann später in die Suppe kommen sollten. Perfekt.

Die Brennnessel waren entfernt, die Erde umgegraben und ich konnte endlich grob die Beete markieren. Pünktlich standen zwei bisher nie gesehene Nachbarn am Tor und fragten, ob sie Walnüsse haben dürften um Likör anzusetzen. Na klar. Ich winke sie herein und wir quatschen ein bisschen. Dann kommts.

„Unterm Nussbaum wächst aber nix, die Mühe hätten sie sich garnicht machen brauchen.“

… Ich glaub nicht, dass meine Salat sich von 1 Ast gestört fühlen. Und der zweite kommt noch weg. Und das bissl Laub, das da runterfällt kann man wegmachen, wenn man gießen geht…

„Ohgott ihr habt euch eine Clematis gekauft. Die ist Unkraut und wächst wie verrückt alels zu. In einem Jahr werdet ihr euch an meine Worte erinnern.“

… Also ich schneide meine Pflanzen, wenn sie in ungewünschte Richtungen wachsen…

„Oh die Nüsse haben auch alle brauen Punkte…“

… Ja, Natur und ungespritzt. *kopfschüttel*

Nach 3 Stunden hatten wir dann die Samen in der Erde und gegossen und beten nun, dass irgendwas davon tatsächlich aufgeht.

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Über Messerschaf

Ich bin eine Österreicherin, die in Deutschland lebt und vom eigenen Bauernhaus mit großem Garten träumt. Ich liebe das Leben, zu schreiben, fotografieren und einfach in der Natur zu sein. Neben dem Krafttraining bin ich eine leidenschaftliche Bäckerin, dafür beim Kochen leider etwas unbegabt! Das wiederrum kann mein Goldschatz, den ich vor 5 Jahren kennengelernt habe und seit 2 Jahren mein Ein nennen darf, perfekt drauf. Bin ein klein bisschen verrückt und habe mir einen Teil meiner kindlichen Unbeschwertheit bewahrt. Ich lache nicht nur allgemein sehr gerne, sondern auch mal über mich selbst, denn ein bisschen tollpatschig bin ich schon!
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