Der Sonntagsbraten

Wie bereits angekündigt, hatte ich ja Fleisch erstanden und eingelegt um am Sonntag meinen ersten Sauerbraten zu zaubern.

Punkt 12:30 Uhr (mein Schatz hat um 15 Uhr Feierabend) stand ich also mit Alfons Schuhbeck in meiner Küche (also nicht Schuhbeck persönlich, sondern seine Kochschule) und breitete Pfanne und Topf für den Braten vor.

Als das Fleisch zischend ins Fett gleitet und sich ein köstlicher Duft in der Wohnung verbreitet, ist die erste Angst verflogen – das riecht schon mal sehr gut. Während ich den Tafelspitz kross anbrate, richte ich bereits im andren Topf das Gemüse und danach die benötigten Gewürze.

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Der Topf mit dem Suppengemüse

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Und hier mein kleines Schätzchen (nein, die Pfanne wächst nicht mehr). Das Mini-Pfännchen hatte ich mir mal gegönnt um Gewürze anzurösten.

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Nach dem Anbraten löschte ich das Gemüse mit dem Sud ab, in dem das Fleisch seit Mittwoch gelegen hatte, und ließ dann selbiges in sein Bad gleiten. Schnell noch den Bratensatz in der Pfanne mit Hühnerbrühe abgelöscht und dazugegeben um dann den Deckel draufzugeben (bis auf einen kleinen Schlitz) und den Herd auf 4 (von 9) runterzuschalten.

Jetzt hieß es warten.

Nach zwei Stunden durfte dann auch das Säckchen mit den Gewürzen mit ins Bad.

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(Ich fühle mich übrigens ganz verwegen, weil ich mich tatsächlich getraut habe eine Vanilleschote dazuzugeben)

Als Schatz dann um 15 Uhr zur Tür hereinkam, schnupperte er begeistert. Nach dem was er erzählte, konnte aber auch bereits die ganze Nachbarschaft unser Experiment riechen. Unsere Mägen knurrten in freudiger Erwartung und Schatz spickte neugierig in die Küche. Ich weiß nicht woher mein Bauch das wusste, aber ich wollte dem Fleisch noch ein Stündchen gönnen. Das gab uns genug Zeit um den Blumenkohl für das Püree aufzusetzen und noch ein wenig klar Schiff zu machen.

Um 16:00 Uhr war es endlich soweit. Ich schwebte in die Küche um das Fleisch aufzuschneiden und unsere Teller zu richten. Mit dem Pürrierstab zerkleinerte ich noch geschwind die Soße und tischte uns auf.

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(Meine Kamera ist leider immer beschlagen)

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Mit klopfendem Herzen schnitt ich das erste Stück ab. Das Fleisch ließ sich leicht zerteilen ohne jedoch matschig zu sein – es hatte noch die perfekte Schnittfestigkeit. Und der Geschmack… Ich ließ mich seufzend zurücksinken und genoss mein Werk in vollen Zügen.

Es war himmlisch lecker!!!!! Und auch mein Liebster neben mir gab genießerische Geräusche von sich und konnte gar nicht genug bekommen.

Ich bin total stolz und glücklich und freu mich immer noch wie ein kleines Kind. Ich wäre natürlich nicht Papas Tochter, wenn ich nicht ein Stück Braten und Soße für meine Eltern beiseite gestellt hätte. Da dürfen sie morgen kosten. ich bin auf das Urteil von meinem Vater sehr gespannt, denn er ist wirklich der größte und beste Koch, den ich kenne.

 

 

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Über Messerschaf

Ich bin eine Österreicherin, die in Deutschland lebt und vom eigenen Bauernhaus mit großem Garten träumt. Ich liebe das Leben, zu schreiben, fotografieren und einfach in der Natur zu sein. Neben dem Krafttraining bin ich eine leidenschaftliche Bäckerin, dafür beim Kochen leider etwas unbegabt! Das wiederrum kann mein Goldschatz, den ich vor 5 Jahren kennengelernt habe und seit 2 Jahren mein Ein nennen darf, perfekt drauf. Bin ein klein bisschen verrückt und habe mir einen Teil meiner kindlichen Unbeschwertheit bewahrt. Ich lache nicht nur allgemein sehr gerne, sondern auch mal über mich selbst, denn ein bisschen tollpatschig bin ich schon!
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4 Antworten zu Der Sonntagsbraten

  1. Pecoraro-Schneider schreibt:

    Ein toller Erfolg, wenn es allen gut schmeckt 🙂

  2. Flohnmobil schreibt:

    Na also. Die erste Hürde hast du überstanden. Und deinen Eltern hat es in der Zwischenzeit bestimmt auch geschmeckt. Sauerbraten ist schliesslich keine spontanes Essen und deshalb umso mehr geschätzt.

  3. Inge schreibt:

    Hallo Messer-Schäfchen,
    das ist ja ein toller Sonntagsbraten! Und du hast eine Vanilleschote dazu getan? Warum nicht, man kann ja alles ausprobieren. Und? Wie hat es allen geschmeckt?
    Gruß von Inge

  4. Arjana schreibt:

    Sehr lecker, liebe Moni! Siehst du, du kannst es! Also hab Mut zum Experimentieren 😉
    Ganz liebe Grüße lasse ich dir hier, deine Arjana.

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