Tag 6 – 13.07.2014 : Dahoam is dahoam

Erst einmal schliefen wir aus und dann gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück mit dem Brautpaar und der Fotografin, die ebenfalls dort geschlafen hatten.

Um 14 Uhr ging es zum letzten Punkt unserer Heimat-Tour: Ich wollte meinem Schatz noch zeigen, was ein Buschenschank ist.

Das ist übrigens ein Klapodetz
Klappodetz IMG_8024

Um 14 Uhr waren wir also mit meinen Eltern verabredet, die meine beiden Cousins Manuel und Christopher mitbrachten. (Die wohnen in einer WG). Gemeinsam fuhren wir zum Buschenschank Schober (und hier in der Steiermark gibt es wirklich wirklich viele Buschenschänke)

Dort gönnten wir uns eine richtig gscheite Brettl-Jausn mit Käferbohnensalat und zum Nachtisch Weinstrauben. (Nicht: WeinTrauben sondern WeinSTrauben) und genossen währenddessen den fantastischen Blick über das Land:

Dahoam 2 Dahoam 1

Auch wenn das Wetter nicht perfekt ist, versteht Ihr, warum ich meine Heimat so liebe?!

Meine Cousins mussten zum Einsatz, da sie beide bei der Feuerwehr sind und es einen schweren Reitunfall gegeben hatte. Mein Schatz und ich fuhren nach St. Stefan und holten Eis für alle. Danach ging es in die Laube zu meiner Oma. Diese freute sich sehr über ein Eis 🙂

Dort saßen wir noch langs zusammen. Auch einige Onkels und Tanten kamen noch vorbei um mit uns bei Bier und Wein einfach einen schönen Abend zu genießen.

Irgendwann konnte es aber dennoch nicht mehr hinausgezögert werden. Es hieß Abschied nehmen, da wir am nächsten Morgen aufbrechen wollten. Es fiel mir wirklich schwer mich von allen zu trennen und ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Mein Herzblatt verabschiedete sich von allen mit den Worten „Bis demnächst“ und diese beiden Worte machten mich unendlich glücklich, weil sie zeigten wie gut es ihm hier gefallen hatte. „Pass ja gut auf unsre Moni auf!“ rief mein Onkel meinem Freund noch nach, bevor wir ins Auto stiegen und losfuhren. In Händen hielt ich einen weiteren Brauch: Meine Tante hatte mir eines der Tischgestecke von der Hochzeit mitgebracht – jede Frau hatte ein solches bekommen.

(Ich muss auch jetzt schon wieder heulen, während ich diese Zeilen schreibe). Ein Teil von mir ist dort eben einfach zu Hause, so verrückt das klingen mag.

Abends saßen wir noch lange auf dem Balkon und sahen ins Tal hinab bis meine Tränen irgendwann vertrockneten und ich ein letztes Mal beim Klang der Kuhglocken einschlafen durfte.

 

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Über Messerschaf

Ich bin eine Österreicherin, die in Deutschland lebt und vom eigenen Bauernhaus mit großem Garten träumt. Ich liebe das Leben, zu schreiben, fotografieren und einfach in der Natur zu sein. Neben dem Krafttraining bin ich eine leidenschaftliche Bäckerin, dafür beim Kochen leider etwas unbegabt! Das wiederrum kann mein Goldschatz, den ich vor 5 Jahren kennengelernt habe und seit 2 Jahren mein Ein nennen darf, perfekt drauf. Bin ein klein bisschen verrückt und habe mir einen Teil meiner kindlichen Unbeschwertheit bewahrt. Ich lache nicht nur allgemein sehr gerne, sondern auch mal über mich selbst, denn ein bisschen tollpatschig bin ich schon!
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