Tag 4 – 11.07.2014 Graz, Station 3: Landeszeughaus

Mein Dank vorweg geht an das Landeszeughaus, die einer Veröffentlichung der Bilder in meinem Blog mit Freuden zugestimmt haben.

Laut meinem Vater muss man das Landeszeughaus in Graz einfach mal gesehen haben. Mit über 32.000 Exponaten ist es die größte noch erhaltene Waffenkammer der Welt.

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Wir hatten Glück, denn es sollte in wenigen Minuten eine Führung beginnen. (Diese würde ich jedem raten, da an den Exponaten selbst keine Informationstafel angebracht sind und die Führungen dort sehr spannend gestaltet werden).

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Hier gibt es viele Informationen rund um das Landeszeughaus

Blog des Landeszeughauses

Webseite des Landeszeughauses

auch hier liest es sich sehr schön

Landeszeughaus

Während der Führung gab es jede Menge zu sehen aber noch viel mehr zu staunen über das was erzählt wurde und was ich leider auch nicht mehr alles zusammenrbringe. Hier erst einmal ein kurzer Einblick, was Euch dort erwartet:

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Während der Führung selbst erfuhren wir sehr viele spannende Dinge. Ich möchte Euch einige Schmankerl geben, die sich in mein Hirn eingebrannt haben:

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Ich habe mich zum Beispiel immer gefragt, warum die Rüstungen vorne am bauch so gewölbt waren, als ob jeder eine Wampe vor sich hergeschoben hätte. – Dieser „Knick“, genau wie ich Metallkämme an den Helmen waren dazu da, dass Schwerthiebe abgeleitet wurden und somit nicht mehr mit voller Wucht auf den Körper des Feindes trafen.

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An diesem Helm einer Prunkrüstung kann man erkennen, das ein Bart eingraviert wurde. Dies hatte folgende Bewandnis: Früher galt ein Bart als Zeichen, dass man gepflegt und gut betucht war. Da Helme aber meist geschlossen waren, konnten die Frauen den wohlgepflegten Bart nicht sehen, wenn der Ritter auf Brautschau war. Also ließen sich viele den Bart auf den Helm gravieren um ihn so zur Schau zu stellen.

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Auf diesen drei Rüstungen ist jeweils auf einer Seite eine Gravur von Jesus am Kreuz zu finden und auf der anderen Seite ein Portrait des Besitzers in Bethaltung eingraviert.Diese Portraits sind wirklich alle unterschiedlich! Sie sollen dfür Sorgen, dass im Tumult der Schlacht und zwischen all den Kämpfern Gottes Segen speziell auf sie herabscheint.

Das Highlight der Ausstellung:

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Eine Pferderüstung. Wenn man näher herangeht kann man erkennen wie kunstvoll sie gearbeitet wurde

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Ich bin immer wieder beeindruckt, welche Fingerfertigkeit und Handwerkskunst die Menschen zu damaligen Zeiten beherrscht haben.

Wer historisch ein wenig interessniert ist, sollte sich das Landeszeughaus in Graz keinesfalls entgehen lassen.

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Über Messerschaf

Ich bin eine Österreicherin, die in Deutschland lebt und vom eigenen Bauernhaus mit großem Garten träumt. Ich liebe das Leben, zu schreiben, fotografieren und einfach in der Natur zu sein. Neben dem Krafttraining bin ich eine leidenschaftliche Bäckerin, dafür beim Kochen leider etwas unbegabt! Das wiederrum kann mein Goldschatz, den ich vor 5 Jahren kennengelernt habe und seit 2 Jahren mein Ein nennen darf, perfekt drauf. Bin ein klein bisschen verrückt und habe mir einen Teil meiner kindlichen Unbeschwertheit bewahrt. Ich lache nicht nur allgemein sehr gerne, sondern auch mal über mich selbst, denn ein bisschen tollpatschig bin ich schon!
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2 Antworten zu Tag 4 – 11.07.2014 Graz, Station 3: Landeszeughaus

  1. arjana schreibt:

    So spannend, all das zu erfahren, liebe Moni. Das ist so interessant auch, was du zu den Rüstungen schreibst. Das habe ich auch noch nicht gewusst. Danke dir dafür! So viel, was du erleben darfst. Ich freue mich mit dir! Ja, es ist toll, all diese Kunst zu dieser Zeit und was die Menschen geschaffen haben an Kunstwerken. Toll das!
    Liebe Grüße, deine Arjana.

    • messerschaf schreibt:

      Liebe Arjana, ich hatte das Glück, dass wir einen ganz tollen Museums-Führer hatten, der so unglaublich interessante Dinge erzählt hat. Ich kam leider nicht dazu alels mitzuschreiben, deswegen kann ich auch nur einen kleinen Teil widergeben. Aber wenn Du mal Zeit hast: Graz ist definitiv eine Reise wert!

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