Sonntag Morgen halb neun in Deutschland

… oder wie macht man das Schaf und seinen Schatz glücklich?

Genauer gesagt waren wir (mal wieder) in Hessen unterwegs um (mal wieder) auf der Ronneburg einen Bogen zu bauen. Nachdem wir die letzten Male Sasmtag abends immer zurückgefahren sind (1 1/4 – 1 1/2 Stunden Fahrt sind jetzt nicht sooo tragisch, wenn man lange 100km einfach zurArbeit gependelt ist), haben wir uns dieses Mal in einer Pension eingenistet.

Samstag früh um 7 Uhr ging es dann los. Als wir schon fast an der Burg waren überkam uns dieses „ich hab Lust auf was vom Bäcker“-Gefühl und wir bogen in das Dörfchen Altwiedermus ein. Wir rauschten vorbei an einer kleinen Ansammlung von Menschen und suchten einen Bäcker. Fehlanzeige. Also wieder zu den Herrschaften zurück und Fenster runter. „Tschuldigung, gibt es hier einen Bäcker?“ Ein netter Herr mittleren Alters kam einen Schritt auf uns zu. „Nein, nur im Nachbarort. Aber hier kommt gleich der Bäcker her, Sie können gerne mit uns warten.“

Was eine Frage. Ich kenne diese Bäcker-Mobile bisher nur von Österreich. Meine Großeltern wohnen nämlich auch so weit ab vom Schuss, dass die Brötchen eben zu ihnen kommen.

Wir haben uns dann nett unterhalten bis, wie wir erfahren haben, der Chef persönlich seinen Lieferwagen neben uns zum stehen brachte und alle Damen und Herren bediente. Dann waren wir dran und wir kauften wirklich königlich ein. (In Mannheim hätt ich mir im Rewe jetzt wieder anhören dürfen, dass ich doch ohne Vorbestellung nicht so viel kaufen soll, weill dann für die anderen nichts mehr da ist). Der Preis war die nächste fröhliche Überraschung. Diese Menge hätte bei uns mehr gekostet. „Seid ihr neu hergezogen?“ Tja, auf dem Dorf kennt man sich eben 🙂 Nein sind wir natürlich nicht. Wir haben uns dann kurz erkärt und haben uns fröhlich auf zur Burg gemacht.

Nach einem anstrengenden Tag und einem lustigen Abend unter Freunden fielen wir dann müde ins Bett und wurden am Morgen so geweckt:

fenster[1]

Ein Traum 🙂

Dann finden wir natürlich Frühstück in der Pension langweilig und durchforsten das Örtchen Hüttengesäß nach einer Bäckerei. Schon fast am Ende der Stadt sehen wir ein Schild, dass uns irgendwass von Stehcafe und Kiosk erzählt. Also rein da. Tatsächlich: links ein Zeitschriftenständer, dann eine Fleischtheke, auf der rechten Seite eine Bäckerei und daneben der Lotto-Stand. Ein Schild – auf das mein Blick fällt – verspricht Frische Mettbrötchen. Mein Schatz und ich schaun uns an und der Fall ist klar.

Auch hier verlassen wir nach einem netten Gespräch mit vollen Armen und einem breiten Grinsen den Laden. An der Burg parken wir mit Blick ins Tal und genießen um 8.30 Uhr erst mal unser Mettbrötchen mit Zwiebeln und den Cappuccino… und wir sind glücklich wie kleine Kinder.

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Über Messerschaf

Ich bin eine Österreicherin, die in Deutschland lebt und vom eigenen Bauernhaus mit großem Garten träumt. Ich liebe das Leben, zu schreiben, fotografieren und einfach in der Natur zu sein. Neben dem Krafttraining bin ich eine leidenschaftliche Bäckerin, dafür beim Kochen leider etwas unbegabt! Das wiederrum kann mein Goldschatz, den ich vor 5 Jahren kennengelernt habe und seit 2 Jahren mein Ein nennen darf, perfekt drauf. Bin ein klein bisschen verrückt und habe mir einen Teil meiner kindlichen Unbeschwertheit bewahrt. Ich lache nicht nur allgemein sehr gerne, sondern auch mal über mich selbst, denn ein bisschen tollpatschig bin ich schon!
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