Hotline des Grauens

Da dnekt man heutzutage ist alles ganz einfach und toll… Meine Firma kauft also im Januar einen Monitor einen großen und bekannten Laptop-Hersteller-Firma mit vier Buchstaben, deren Name an ein Synonym für „Macke“ erinnert. Wir ordern das ganze aber nicht direkt sondern via einen Büro-Bedarf-Anbieter.

Jetzt funktioniert mal einer von 500 Monitoren nicht und ich ruf bei meinem Büro-Bedarf-Service-Kollegen an, der schon Stunden mit mir am Telefon verbracht hat. Ich erzähle ihm von dem Dilemma und er erklärt mir wie ich vorzugehen hab. Bei den vier Buchstaben anrufen und die Nummer des Monitors durchgeben, die unten unterm Sockel klebt. Also erst einmal eine mittlere Turneinlage beim Kollegen um die Nummer zu erspicken und dann ab ans Telefon.

Es klingelt und eine nette Tonbandstimme informiert mich, dass Gespräche aufgezeichnet werden. Prima, mach halt. Dann soll ich bitte aus einer von 5 Optionen wählen, damit ich gaaaaanz schnell bedient werden kann. Also wähle ich die 4 – Technische Probleme. Die Tonbandstimme will eine komische Nummer die ich nicht habe. Also auflegen und nochmal wählen. Wieder durchs ganze Programm und dieses Mal die 5 – Service. So.

Da meldet sich schließlich eine echt Dame. Ich erkläre kurz, erzähl ich, dass wir nicht direkt bestellen, sondern über Shop XY. Sie fragt mich nach der XXX-Bestellnummer. Hab ich logischerweise nicht. ich erklärs ihr nochmal. Sie bleibt eisern, sie braucht diese Nummer um mir helfen zu können.

Ich knalle den Hörer recht undfreundlich auf die Gabel (DAS Gefühl fehlt bei Handys einfach). Also weider Anruf bei meinem Freund vom Büro-Bedarf-Shop. Dem erklär ich mein Dilemma und er verspricht sich zu kümmern.

So. Vier Tage später erreicht mich eine Mail des oben besagten Freundes mit der XXX-Bestellnummer. Hurrah. Ich scheing mich abermals ans Telefon. Wieder Nummer 5, wieder eine echte Dame am Teelfon. Ichschildere wieder meinen Fall, sie fragt nach der Bestellnummer. HA! Sieg!.. denke ich.

Sie verbindet mich an jemanden, der für mich zuständig ist.

8 Minuten Warteschleife mit Lala-Musik später bin ich kurz davor in die Tastatur zu beißen und bete, dass die Anrufe kostenlos sind.

Wieder eine Dame am Telefon. Wieder erkläre ich alles. Sie will meine Service-Nummer. Hab ich net. (Innerlich werd ich schon wieder grummelig). Ich erzähl ihr was von einer elendig langen Nummer an meinem Bildschirm. Ja die ginge auch. Ich geb diese durch und freue mich schon. Wie groß das Unternehmen ist von dem ich anrufe. GROß… und jetzt mach hinne! „Haben Sie eine Kundennummer?“ „Nein!“

Sie verbindet mich mit einem Techniker, ich sol warten… Nicht wahr… Also klemm ich mir den Hörer zwischen Schulter und Ohr während eine weitere Tonbandstimme etwas davon faselt, dass alle ´Techniker grad voll überlastet sind und man mir schnellstmöglich einen zuweisen wird und das die minimale Wartezeit im Moment 10 Minuten beträgt… Oh prima, das wird immer besser…

Also höre ich Lala-Musik und kann sie mittlerweile sogar schon mitsummen. Mein Anruf-Zeit-Zähler sagt mir was von 25 Minuten, die ich hier schon unnütz rumhänge… Hey und dann meldet sich irgendwann ein Mann (klar, Technik-Abteilung).

Ich erläutere zum gefühlten 120. Mal mein Problem (nur noch mal zur Info: Es ist nur 1 Monitor kaputt!). „Haben Sie eine Kundennummer?“ NEIN ICH HABE KEINE KUNDENNUMMER!!! Aber ich bleibe ja freundlich. „Haben Sie eine Service-Nummer?“ NEIN-NEIN-NEIN!… Und dann geht es richtig los: Welche Fehjler hat das Ding genau?Haben Sie schon mal folgendes probiert? etc. Und dann die ganze Litanei mit Firmenname, Adresse, und das Buchstabieren der Email-Adresse (unsere Mail-Adressen bestehen aus gut 45 Zeichen)…

Der gute Mann nimmt mir dann noch promt den Wind aus den Segeln, als er sich für die lange Warterei entschuldigt und mir zusichert, dass bereits morgen der neue Monitor eintrifft. Na dann.

Hurrah. Und schon wieder 40 Minuten Arbeitszeit rum. Der Feierabend rückt näher…

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Über Messerschaf

Ich bin eine Österreicherin, die in Deutschland lebt und vom eigenen Bauernhaus mit großem Garten träumt. Ich liebe das Leben, zu schreiben, fotografieren und einfach in der Natur zu sein. Neben dem Krafttraining bin ich eine leidenschaftliche Bäckerin, dafür beim Kochen leider etwas unbegabt! Das wiederrum kann mein Goldschatz, den ich vor 5 Jahren kennengelernt habe und seit 2 Jahren mein Ein nennen darf, perfekt drauf. Bin ein klein bisschen verrückt und habe mir einen Teil meiner kindlichen Unbeschwertheit bewahrt. Ich lache nicht nur allgemein sehr gerne, sondern auch mal über mich selbst, denn ein bisschen tollpatschig bin ich schon!
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